Dorfgeschichte

Erfahren Sie mehr über die Geschichte von Fischenthal und die Bedeutung unseres Wappens. Einen ausführlichen Einblick bietet auch die sorgfältig geführte Gemeindechronik.

Willkommen in Fischenthal!

Zuoberst im Tösstal, in der nebelfreien Zone und eingebettet in ein facettenreiches Naherholungsgebiet, liegt die Gemeinde Fischenthal. Sie ist ein attraktiver und lebendiger Wohn- und Arbeitsstandort mit ländlichem Charme – eine echte Naturschönheit! Besuchen Sie uns und überzeugen Sie sich selbst. Es gibt viel zu sehen und zu erleben.

Dorfgeschichte

Fischenthal, blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Von ihren ersten Erwähnungen im 9. Jahrhundert über die Blütezeit der Heimindustrie bis zur heutigen Zeit hat die Gemeinde viele spannende Entwicklungen erlebt.

Fischenthal erstreckt sich über ein Gebiet von rund 30 Quadratkilometern und ist damit die grösste Landgemeinde im Kanton Zürich. Der Name «Fiskinestal» wird erstmals in einer Urkunde aus dem 9. Jahrhundert erwähnt. Damals schenkte man Besitzungen in Fischenthal dem Kloster St. Gallen. Vermutlich geht der Name auf einen alemannischen Siedler namens Fiskin zurück.

Im 13. Jahrhundert wurde Fischenthal Teil des habsburgischen Herrschaftsgebiets. Bereits 1301 verpfändeten die Habsburger die Vogtei Fischenthal, die in den folgenden Jahren mehrmals den Besitzer wechselte. 1425 ging sie schliesslich an die Stadt Zürich. Ab 1542 gehörte Fischenthal zur Herrschaft Grüningen. Nach mehreren Verwaltungsreformen wurde es 1831 dem Bezirk Hinwil zugeteilt.

Heimarbeit brachte Aufschwung
Einen wirtschaftlichen Aufschwung erlebte Fischenthal im 18. und frühen 19. Jahrhundert durch die Heimindustrie. Während 1634 noch 466 Menschen dort lebten, wuchs die Bevölkerung bis 1836 auf 2814 an. Zunächst prägte die Handspinnerei, später die Handweberei das Einkommen der Einwohnerinnen und Einwohner und brachte einen gewissen Wohlstand. Besonders die höher gelegenen Gebiete waren dichter besiedelt als heute.

Mit der Einführung mechanischer Webstühle in den Fabriken des Unterlands brach die Heimarbeit ein, viele Wohnstätten wurden verlassen. Der Staat unterstützte die Region, indem er Land im Quellgebiet der Töss kaufte und aufforstete. Heute ist das Gebiet um den Tössstock ein Wildschutzgebiet, in dem auch Gämsen leben. Der letzte Bär des Zürcher Oberlandes soll 1532 am Hörnli erlegt worden sein.

Raststätte auf dem Jakobsweg
Bis zum Ersten Weltkrieg führte ein Pilgerweg, der «Jakobsweg», durch Fischenthal. Er verlief von Süddeutschland über Fischingen und das Hörnli entlang des Jonatals nach Rapperswil und Einsiedeln. Pilger fanden Herberge in den Gasthäusern «Zum Steg» und «Zum Hauptmann», dem Vorläufer der heutigen «Blume».

Gemeindechronik

Mittels einfacher Suchfunktionen können Sie für Fischenthal relevante Dokumente aus den Jahren 1904 bis heute suchen und kostenlos und ausschliesslich für Ihre privaten Zwecke weiterverwenden. 

Zur Chronik

Gemeindewappen

Das Wappen von Fischenthal zeigt zwei silberne Fische auf blauem Grund, die in entgegengesetzte Richtungen schwimmen.

Der älteste bekannte Beleg des Wappens stammt aus dem Jahr 1834 und zeigt zwei braunrote Fische auf einem braunrot umrandeten Zürcher Schild. Diese Fische schwimmen ebenfalls in entgegengesetzte Richtungen. Ein Windlicht aus derselben Zeit zeigte die Fische zusätzlich mit einer Angelschnur verbunden.

Die Darstellung des Wappens variierte über die Jahre. Um 1860 zeigte Krauer drei übereinanderliegende silberne Fische. Auf der Schützenfahne von 1870 schwammen zwei Fische schräg zueinander, und die Wetterfahne von 1875 auf dem Kirchturm zeigte einen goldenen Fisch, der nach links oben schwamm.

Die Wappenkommission entschied sich schliesslich für die heute bekannte Form. Diese heraldisch beste Variante wurde am 15. Dezember 1928 vom Gemeinderat bestätigt.

Ortsmuseum

Das Ortsmuseum Fischenthal erzählt die Geschichte des Dorfes und seiner Bewohnerinnen und Bewohner. Wechselnde Ausstellungen mit Fotos, Dokumenten und Alltagsgegenständen geben Einblick in vergangene Zeit.

zum Ortsmuseum Fischenthal

Weitere Informationen zu Fischenthal finden Sie im Porträt.

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